LinkedIn Ads vs Facebook Ads – wo liegt der Unterschied?

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Viele von Ihnen fragen sich bestimmt, was für ihr Unternehmen besser ist: LinkedIn Ads oder Facebook Ads. Sie nehmen an Facebook ist besser, weil es mehr Nutzer hat? Facebook hat mehr als 2,2 Milliarden aktive Nutzer, während LinkedIn nur knapp 550 Millionen hat.

Aber bestimmt die schiere Größe der Plattform, welche besser ist? Nein!

Sowohl LinkedIn als auch Facebook haben einige Gemeinsamkeiten, aber jede bietet unterschiedliche Funktionen und das Potenzial, ein einzigartiges Publikum zu erreichen.

Der heutige Beitrag sagt also nicht aus, welche Plattform “besser” ist, da es keine eindeutige Antwort gibt. Die Auswahl der richtigen Plattform für Ihre Kampagnen hängt von Ihrer Marke und Ihrer Marketingstrategie ab. Es ist auch wichtig zu wissen, was jede Plattform in Bezug auf Zielgruppe, Anzeigetypen, Targeting, Kosten und Analysefunktion bietet. 

Vergleich von LinkedIn-Ads mit Facebook-Ads

Zielgruppe

Facebook-Ads richten sich in der Regel an ein persönliches Publikum, da die Plattform in der Regel als Möglichkeit zur Verbindung und Kommunikation mit Freunden und Familien verwendet wird. Mittlerweile ist LinkedIn als eine professionelle Plattform bekannt, da die Benutzer mehr an einer professionellen Vernetzung, Beratung zu berufsbezogenen Themen und der Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten interessiert sind.

Fast ausschließlich alle Nutzer auf LinkedIn können einem bestimmten Beruf und Unternehmen zugeordnet werden, da jeder direkt bei der Registrierung dazu aufgefordert wird, diese Felder möglichst genau auszufüllen.

Dadurch lassen sich beispielsweise Entscheidungsträger einer bestimmten Branche oder eines bestimmten Unternehmens gezielter mit Werbeanzeigen ansprechen als auf Facebook. Denn obwohl viele Personen, die auf LinkedIn angemeldet sind, wahrscheinlich auch ein Facebook-Profil besitzen, tragen dort nur die wenigsten ihre Berufsbezeichnung in die Profilinformationen ein.

Wenn Sie also eine Agentur sind, Ihre Markenpräsenz unter anderen Branchenführern ausbauen oder B2B-Produkte oder Dienstleistungen anbieten möchten, ist LinkedIn wahrscheinlich die bessere Plattform für Ihre Werbung. Auf LinkedIn werden Sie Geschäftsführer und Unternehmensinhaber von hochklassigen und erfolgreichen Unternehmen finden, aber auch Zielgruppen wie Schreiner, Tischler oder Ärzte.

Wenn Sie jedoch ein Produkt oder eine Dienstleistung an den Endverbraucher anbieten, finden Sie auf Facebook möglicherweise Ihr Publikum. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass LinkedIn Ads aufgrund des professionellen Charakters der Plattform traditionell besser für die Erreichung von B2B-Märkten geeignet sind, während Facebook-Ads für B2C-Marken besser geeignet sind. 

Anzeigetypen

LinkedIn- und Facebook-Ads sind ähnlich, da beide über Leadgenerierungs-Lösungen verfügen: 

Auf beiden Plattformen wird der Anzeige ein Lead-Capture-Formular beigefügt, damit potenzielle Kunden es ausfüllen können. 

Sobald ein Nutzer auf die Anzeigen-CTA (“Download”) klickt, wird ihm das Lead-Capture-Formular direkt auf der Plattform angezeigt. Hier können die Nutzer E-Mail Adresse und Telefonnummer hinterlassen. 

Erwähnenswert ist auch, dass potenzielle Kunden die vorab ausgefüllten Kontaktinformationen bei Bedarf bearbeiten können.

Sobald der Benutzer das Formular ausgefüllt hat, können Sie entweder Inhalte direkt mit ihm teilen oder sie auf eine Dankesseite oder Ihre Website umleiten. 

Andere ähnliche Anzeigetypen aus LinkedIn Ads und Facebook Ads sind:

  • Verknüpfungen
  • Bilder
  • Videos
  • Mail (LinkedIn InMail-Anzeigen und Facebook Messenger-Anzeigen)
  • Carousel Ads

Zusätzlich bietet Facebook einige weitere einzigartige Werbemöglichkeiten:

  • Diashows
  • Spielbare Elemente
  • Leinwand
  • Collections
  • Stories

Unternehmen die für elegante Produkte oder einzigartige Dienstleistungen werben, die am besten mit einer visuellen Demonstration dargestellt werden müssen, können die interaktiven Anzeigetypen von Facebook ideal nutzen.  

Targeting Möglichkeiten

Beide sozialen Netzwerke bieten Retargeting-Funktionen und Funktionen für Zielgruppen, die einer bestimmten Basisgruppe ähnlich sind. Facebook verwendet “Lookalike-Zielgruppen” eine Basis-Zielgruppe (aktuell eine Email-Datenbank, eine Liste von Leads, Personen, die Ihre Inhalte bereits konsumieren usw.), um Benutzer mit ähnlichen Interessen, demografischen Merkmalen und Verhaltensweisen zu finden. 

Auf LinkedIn ist “Zielgruppenerweiterung” das Äquivalent. Sie können auf LinkedIn gezielter Personen in Hinblick auf deren Rolle im Berufsleben und Verbindungen bestimmten Unternehmen targeten. 

Doch welche genauen Eigenschaften können Sie in Ihre Zielgruppeneinstellung mit einbeziehen?

Neben den klassischen demografischen Targeting-Möglichkeiten, erlaubt es Ihnen LinkedIn unter anderem Personen basierend auf deren Berufsbezeichnung, Branche, Unternehmensname oder Skill-Set anzusprechen. 

Wenn es darum geht, eine “kalte” Zielgruppe im B2B-Bereich anzusprechen, hat LinkedIn klar die Nase vorn. Denn alleine die Kombination aus Branche, Berufsbezeichnung und Unternehmensgröße kann Ihre Werbeanzeige vor die richtigen Augen bringen. 

Wie sieht das Potenzial bei Retargeting oder “warmen” Zielgruppen aus?

Facebook erlaubt es Ihnen mit den Custom Audiences Personen erneut anzusprechen, die außerhalb oder innerhalb von Facebook mit Ihrem Unternehmen einen Kontaktpunkt verzeichnen konnten. 

Durch die Matched Audiences von LinkedIn ist es Ihnen hingegen möglich, externe Quellen wie Website-Traffic oder gesammelte Kundendaten erneut anzusprechen. 

Matched Audiences sind gerade bei Account Based Marketing (ABM bedeutet, dass wir individuelle Nutzer (Kunden) als eigenständigen Markt behandeln) von erheblichem Vorteil. Denn wenn Sie die Namen der Unternehmen, die Sie ansprechen möchten, bereits kennen, kann diese in Form einer Liste hochgeladen und diese damit direkt auf LinkedIn erreicht werden. 

Kosten

Die Vorqualifikation der Zielgruppe und die zugespitzten Targeting-Möglichkeiten sind unter anderem Gründe für die überdurchschnittlich hohen Werbekosten auf LinkedIn. LinkedIn unterscheidet zwischen CPC (Kosten pro Klick) und CPM (Kosten pro 1.000 Impressionen). Facebook bietet noch mehr Gebotsvarianten, aber in diesem Beitrag beziehen wir uns nur auf die beiden oben genannten. 

Bereits am Mindestbetrag des Tagesbudgets macht sich der Kostenunterschied der beiden Plattformen bemerkbar:

Doch wie sehen die LinkedIn-Werbekosten im Detail aus?

Das kann niemand so pauschal beantworten, weil es keinen durchschnittlichen Klickpreis gibt. Sie sind mehr als Richtwert oder Benchmarks zu betrachten und können natürlich je nach Unternehmen, Zielgruppe und Inhalt der Werbeanzeige davon abweichen. Der Klick für eine Versicherung oder ein Girokonto ist weitaus schwieriger (und teurer) zu bekommen als für den neuesten Marvel-Trailer, da ein hoher und geringer Wettbewerb eine große Rolle spielt. 

Aber die Kosten für Werbeanzeigen sind in erster Linie der größte Unterschied zwischen Facebook Ads und LinkedIn Ads. Um dieses komplexe Thema besser zu verstehen, habe ich einmal ein fiktives Beispiel auf LinkedIn vorbereitet: 

Angesprochen werden sollen im DACH-Raum alle Marketingmitarbeiter von mittelständischen Unternehmen. Dazu habe ich die entsprechenden Länder, passenden Jobbezeichnungen und die Unternehmensgröße 51-5.000 Mitarbeiter ausgewählt. LinkedIn präsentiert uns daraufhin eine Zielgruppe von ca. 8.000 LinkedIn-Mitgliedern, die diese Kriterien erfüllen.

LinkedIn Ads Kosten und Zielgruppe bestimmen

Der empfohlene CPM oder Tausend-Kontakt-Preis für diese Konstellation beträgt 2,37 Euro. Für einen CPC berechnet LinkedIn 3,56 Euro.

LinkedIn Ads CPC

Um auf den Vergleichen zwischen LinkedIn vs. Facebook Ads zurückzukommen, hier ein Orientierungswert von Facebook. Der durchschnittliche CPM bei Facebook liegt bei 1,70€ und der CPC bei 2,60€.  

Wenn wir jedoch nun die zuvor betrachtete Zielgruppen-Basis von Linkedin heranziehen und diese mit Facebook vergleichen, lassen sich diese Klickpreise nachvollziehen. Denn demnach sollte ein Klick von LinkedIn ebenfalls um einiges hochwertiger und relevanter sein als dies bei Facebook der Fall wäre. Wenn Sie also nicht nur das Ziel haben möglichst viele Impressionen zu erhalten, sondern eine weitere Handlung Ihrer Zielgruppe erreichen möchten, wie beispielsweise Leads zu sammeln, dann werden Sie dafür deutlich höhere Preise bezahlen müssen.


Das liegt unter anderem daran, dass im vergangen Jahr die Anzahl der Werbeanzeigen auf Facebook zugenommen hat und damit die verfügbaren Platzierungsmöglichkeiten an ihre Grenzen gestoßen sind.

Demnach stellt sich nun die Frage, für wen es sich eigentlich lohnt LinkedIn Werbeanzeigen zu schalten. 

Fazit: Sollten Sie in LinkedIn Werbeanzeigen investieren?

Wenn Sie diese Preise für LinkedIn Ads bezahlen, dann sollte Ihr Unternehmen besser nicht nur T-Shirts verkaufen, sondern sich pro gewonnenem Kunden zumindest im oberen 4-stelligen Umsatzbereich bewegen oder einen dementsprechenden hohen Customer-Lifetime-Value verzeichnen können. 

Aus diesen Gründen wird bei LinkedIn meist von einer B2B-Plattform gesprochen, da diese Bedingungen meist nur auf B2B-Unternehmen zutreffen. 

Jedoch existieren natürlich auch B2C-Unternehmen, beispielsweise im Luxusgütersegment, für LinkedIn als Werbeplattform interessant sein kann. 

Fall auch Sie wissen möchten, wie Sie Ihre Dienstleistung oder Produkt optimal auf LinkedIn vermarkten können, buchen Sie einfach einen kostenlosen Beratungstermin auf unserer Website. 

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